D'Heye

D’Heye, mittelalte Dünen in Bredene :
Das Gebiet liegt an der Grenze von Bredene und De Haan und ist schnell erreichbar: ab der Straßenbahnhaltestelle Bredene-Renbaan einen halben Kilometer landeinwärts fahren, wandern oder mit dem Fahrrad fahren.

D’Heye besteht aus mittelalten Dünen, die während der römischen Zeit entstanden sind. Seit ihrem Entstehen wurden diese Dünen nicht mehr vom Meer überspült. Sie entgingen also den großen Überschwemmungen im dritten und siebten Jahrhundert. Seit dem dritten Jahrhundert gibt es eine permanente menschliche Anwesenheit von Fischern, Jägern, Strandräubern und Schafhirten. Bis zum Ersten Weltkrieg, als die Deutschen hier eine Batterie stationierten, wurde das Gebiet vor allem für die Schafzucht verwendet. Der karge, magere Dünenboden ließ nicht viele andere landwirtschaftliche Aktivitäten zu.

In dem Gebiet liegt der Jacobinessenhof, der Bauernhof, der zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts von den Mönchen des Sint-Janshospitals in Brugge gebaut wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in d’Heye verschiedene Aktivitäten ausgeübt: Sandgewinnung, der Betrieb einer Pferderennbahn und ab 1925 begannen die ersten Parzellierungen. Dank des Dünendekrets herrscht in dem Gebiet momentan ein Bauverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier mit Wassergewinnung begonnen. Diese wurde aber inzwischen eingestellt.
Zwischen Bredene und De Haan, einen halben Kilometer von der Küstenlinie, liegt d'Heye, ein altes, kalkarmes Dünengebiet. Wahrscheinlich entstand d’Heye im frühen Mittelalter und gehört nach dem 5000 Jahre alten Dünengürtel von Adinkerke-Ghyvelde zusammen mit Schuddebeurze in Westende zu den ältesten Dünenformationen der flämischen Küste.


D’Heye wird als Naturreservat verwaltet
D’Heye wurde 1997 dem Natuurpunt Middenkust zur Verwaltung übergeben. Es handelt sich um 20 ha, die Eigentum der Vlaamse Maatschappij voor Watervoorziening (Flämische Gesellschaft für Wasserversorgung) sind, und um 20 ha von Aminal (Verwaltung Umwelt, Natur, Land- u. Wasserwirtschaft), Abteilung Natur (flämische Provinz). Charakteristisch für d’Heye ist der kalkarme Boden, der uns eine spezielle Flora beschert. Die im Besitz des VMW befindlichen Parzellen wurden 40 Jahre lang nicht gemäht oder abgeweidet und sind daher enorm vergrast.

Hier findet man Schafschwingel (der einzige Fundort in Belgien), Kriechende Segge, Schwingel, Wolliges Honiggras und Land-Reitgras. Natuurpunt lässt das Gelände jetzt durch eine Herde Galloway-Rinder abweiden. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Berg-Sandglöckchen, Labkraut, Hornklee, Dünenhirtennadel, Hasenklee und Kleines Hirtentäschelkraut. Rund um die Heidekrautrelikte wurden Plaggen gestochen, um dem Heidekraut selbst neue Möglichkeiten einzuräumen. Im September 2002 wurden rund 350 neue Pflanzen gezählt.

Das Plaggenstechen ist allerdings auch interessant für den kleinen Wiesen-Sauerampfer (auf dem der Kleine Feuerfalter seine Eier ablegt), Wacholder-Widertonmoos, Berg-Sandglöckchen und den Kleinen Vogelfuß. Auf dem Heidekraut suchen viele Schmetterlinge ihren Nektar, darunter der Dunkelbraune Bläuling, eine äußerst bedrohte Art.

Ein Paradies für Tiere
In den Gebüschen brüten Klappergrasmücken, Grasmücken, Schwarzkehlchen, Gelbspötter und Waldohreule; andere Brutvögel in dem Gebiet sind Wachteln, Grüne Spechte und Steinkäuze. Im Winter ist d’Heye ein Erholungsgebiet für die selten gewordene Waldschnepfe und ein Jagdgebiet für Sperber, Blaue Kornweihen und Wanderfalken. Ein schöner Nebeneffekt der Beweidung ist das Zutagetreten von ca. 100 Saftlingen, dunkelgelbe bis orangerote Pilze. Sie werden auch als Orchideen unter den Pilzen bezeichnet. Die von Aminal gekauften Parzellen haben eine ausgesprochen landwirtschaftliche Vergangenheit.

Darum wurden erst Plaggen abgestochen und jetzt werden sie von Galloway-Rinder und Konikpferden beweidet. Diese Verwaltung ermöglicht auffälligen Sorten wie Kammsalamander, Klappertopf, Purpur-Sommerwurz, Schilf-Knabenkraut, Bienen-Ragwurz und Quellkraut neue Chancen.

Lage

An der Ecke Batterijstraat/Koerslaan in Bredene steht eine Informationstafel über D'Heye.

D'Heye ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar.

 



DIENST VOOR TOERISME

Kapelstraat 76 - 8450 Bredene
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BLIJF OP DE HOOGTE

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